Die Aktiven der Fußballer des Sportvereins Rindelbach und des Vereins für Leibesübungen Neunheim wollen künftig gemeinsame Sache machen. Am Mittwoch wurde von den Vorsitzenden und Abteilungsleitern beider Seiten ein Kooperationsvertrag unterschrieben.

Die beiden Vorsitzenden Dieter Schips (links, VfL Neunheim) und Dirk-Michael Wagner (SV Rindelbach) bei der Vertragsunterzeichnung. Die Vereinsschals sind schon ausgetauscht, wie (hinten v. l.) Jakob Dudek und Manuel Klingmann (Abteilungsleitung SVR) sowie Mike Maile und Michael Hauber (Abteilungsleitung VfL) demonstrieren.

„Wir freuen uns wirklich sehr über den positiven Verlauf der Gespräche“, sagte Dieter Schips, 3. Vorsitzender des VfL Neunheim, bei der Vertragsunterzeichnung am Mittwoch im Vereinsheim des SV Rindelbach. Dessen Vorsitzender Dirk-Michael Wagner stellte den Weg zur Bildung der Spielgemeinschaft von den ersten Gesprächen an nach. Bereits im Herbst war der SV Rindelbach aktiv auf die umliegenden Verein zugegangen, um mögliche Interessenten für eine Spielgemeinschaft zu finden. „Wir sehen beim Blick auf die Spielerzahlen in der Jugend Handlungsbedarf“, sagte Wagner. Sowohl der VfL als auch der SV können keine eigenständigen Mannschaften in den älteren Jugend-Klassen stellen, beide Vereine kooperieren seit mehreren Jahren in Jugendspielgemeinschaften. Durch die geringer werdende Zahl an aufrückenden Nachwuchsspielern drohen mittelfristig Personalengpässe bei den Aktiven – eine Situation, wie sie durch den demografischen Wandel viele Dorfvereine trifft. Konkrete Gespräche führte der SVR ergebnisoffen auch mit anderen Vereinen, wie den Sportfreunden Eggenrot, die der Bildung einer SGM ebenfalls nicht abgeneigt waren. „Wir haben auch die Stimmungsbilder und Meinungen unserer Spieler abgefragt, da so eine Gemeinschaft von der Basis aus funktionieren muss“, sagte Wagner. Am Ende seien zwischen Neunheim und Rindelbach die meisten Anknüpfungspunkte gefunden worden, erklären die beiden Vorstände.

 

Die beiden Abteilungsleiter Mike Maile (Neunheim) und Manuel Klingmann (Rindelbach) werden künftig als sportliche Leiter die Abläufe zum Spielbetrieb der Aktiven Mannschaft regeln. Die soll mit einem Reserveteam zur Teilnahme an der Spielrunde der Kreisliga B III gemeldet werden. Maile und Klingmann sowie deren jeweilige Stellvertreter werden das sportliche Leitungsteam bilden. Trainiert werden sollen die beiden Mannschaften von einem neuen Trainer, der unvoreingenommen von außen kommen soll. „Wir sind mit mehreren potenziellen Kandidaten in Gesprächen, haben aber noch keine Entscheidung getroffen“, sagt Maile, der auch die Tür für neue Bewerber noch offen lassen will. Spielen und trainieren will die SGM im 14-tägigen Wechsel auf beiden Sportplätzen, um die dortigen Strukturen rund um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. „Wir planen außerdem bereits neben Trainings- und Spielrundenbetrieb zusätzliche Freundschaftsspiele und sportliche Aktionen, um der großen Spielerzahl im Kader auch in der Breite gerecht zu werden“, sagt Manuel Klingmann. Der Zusammenschluss soll nicht nur leistungsorientierte Verbesserungen bringen, sondern auch in der breitensportlichen Dimension attraktiv sein.

 

Ein erstes gemeinsames Treffen der beiden Mannschaften soll es im Anschluss an das Rückspiel zwischen beiden Vereinen geben, wenn sie am 22. Mai im Rahmen des B3-Spielbetriebs in Rindelbach aufeinandertreffen. Es wird das vorerst letzte Duell als Kontrahenten sein, nach Schlusspfiff wird im Geist der neuen Spielgemeinschaft zusammen gegrillt.